Interesse an der Offenen Pforte und Gartentipps?
Das Projekt der Offenen Pforte besteht inzwischen aus einem Netzwerk des Landkreises Peine mit der Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (wito), der Kreisvolkshochschule Peine (KVHS) und der Klimaschutzagentur Landkreis Peine, Frau Prof. Dr. Andrea Friedrich, Leiterin des Dezernats Soziales, Jugend, Gesundheit sowie den Ehrenamtlichen Christiane Bührig und Imke Grotewold. Übergeordnetes Ziel dieses Netzwerkes ist es, die Bürgerinnen und Bürger zu einer naturnahen Zukunftsgestaltung zu ermutigen.
Haben auch Sie Lust nette Menschen in Ihren Garten einzuladen oder kennen Sie einen Garten, der auch bei der Offenen Pforte dabei sein sollte?
Es wäre eine große Freude, wenn Sie Ihren Garten als Ort der Begegnung, inneren Stärkung und Zuversicht erlebbar machen und auch an der Aktion Offene Pforte teilnehmen.
Jeder Garten ist willkommen, es zählt nur die Begeisterung am Gärtnern. Es ist nicht erforderlich, dass Sie Gäste bewirten, Ihr Garten barrierefrei ist oder ein Gäste-WC bereitsteht.
Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf, melden Sie sich hier an oder informieren Sie Besitzer von schönen Gärten mit diesem Schreiben.
Wir haben spannende Impulse zur klimafreundlichen und naturnahen Garten- und Lebensgestaltung für Sie:
Heimisches Gärtnern ist aktiver Natur- und Klimaschutz direkt vor der eigenen Haustür. Wer auf regionale Pflanzen, natürliche Bodenpflege und vielfältige Strukturen setzt, schafft Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleintiere – und macht den eigenen Garten gleichzeitig pflegeleichter und widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit.
Bäume sind Biodiversitäts-Hotspots:
Heimische Bäume wie Eiche, Weide, Linde oder Wildapfel sind kleine Ökosysteme. Sie bieten Nahrung, Nistplätze und Schutz für Hunderte Arten.
Tipp: Lieber ein heimischer Baum als mehrere exotische Ziergehölze.
Wussten Sie schon?
Es gibt Baumarten, die nur zwei, andere jedoch bis zu 570 verschiedene Tier- und Insektenarten beherbergen. Welche enorme Rolle heimische Gehölze spielen, sehen Sie anschaulich in „Bäume und biologische Vielfalt“. Viele dieser heimischen Arten sind heute wieder gut erhältlich – was vor einigen Jahren noch nicht selbstverständlich war.
Der Igel ist in vielen Gärten im Peiner Land zu Hause – und er ist streng geschützt. Damit das auch so bleibt, gilt im Landkreis Peine seit dem 2. Februar (Tag des Igels): Mähroboter dürfen nur tagsüber fahren. Von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang müssen sie pausieren. Damit bleiben sie genau dann ausgeschaltet, wenn Igel und andere kleine Wildtiere in Gärten und Grünanlagen unterwegs sind. Igel sind keine Fluchttiere. Bei Gefahr rollen sie sich ein und warten ab. Gegen einen Mähroboter ist diese über Jahrmillionen bewährte Strategie jedoch wirkungslos – es kommt immer wieder zu schweren und oft tödlichen Verletzungen. Hintergrund ist der deutschlandweit stark rückläufige Igelbestand. Um die artenschutzrechtlichen Vorgaben einzuhalten, hat der Landkreis Peine eine Allgemeinverfügung zum Verbot des nächtlichen Betriebs von Mährobotern erlassen. Für die Rasenpflege ergeben sich keine Einschränkungen – tagsüber dürfen Mähroboter wie gewohnt eingesetzt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Allgemeinverfügung auf der Website des Landkreises Peine.
Weitere Tipps:
- Heimische Pflanzen statt Exoten
- Nutzen Sie Pflanzenlisten mit heimischen Stauden und Gehölzen
- Achten Sie auf ungefüllte Blüten (Nektarquelle!)
- Kombinieren Sie Früh-, Sommer- und Herbstblüher für durchgängiges Nahrungsangebot
- Lassen Sie ruhig „wilde Ecken“ zu – Natur ist nicht geschniegelt
- Gesunder Boden statt Kunstdünger
- Guter Boden ist die Grundlage für alles.
- Mulchen statt Hacken
- Kompost statt Kunstdünger
- Grünschnitt sinnvoll verwerten
Hilfreiche Adressen:
Pflanzen und Beratung vor Ort:
PflanzenEck Wense
→ große Auswahl heimischer Stauden & persönliche Beratung
Schüttgüter wie Mutterboden, Mulch oder Kompost erhalten Sie bei der Peiner Entsorgungsgesellschaft mbH (PEG).
Der NABU Kreisgruppe Peine setzt sich vor Ort für Arten- und Naturschutz ein — auch im Garten. Hier gibt es Tipps, wie Sie Ihren Garten tierfreundlich gestalten und gleichzeitig die Natur unterstützen. Der NABU bietet praxisnahe Infos zu heimischen Wildtieren im Garten, u. a. zu: Igeln, Wildbienen, Schmetterlingen, Vögeln und Kleinsäugern.
Allgemeine Tipps für Tiere im Balkon und Garten
Gemeinsam gärtnern & voneinander lernen
Interkultureller Gemeinschaftsgarten
Ein Gemeinschaftsgarten verbindet Menschen, Kulturen und Generationen. Hier wird gemeinsam gepflanzt, geerntet und Wissen geteilt – ganz praktisch gelebte Nachhaltigkeit.
Tier- und Ökogarten-Angebote
Naturnahe Gärten mit Totholz, Trockenmauern, Wasserstellen und Wildblumen sind wertvolle Lernorte für Groß und Klein.
Wissen und Kurse im Peiner Land rund ums naturnahe Gärtnern
Kreisvolkshochschule Peine (KVHS)
→ Kurse zu naturnahem Gärtnern, Bodenpflege, Artenvielfalt
Klimaschutzagentur Peine (KSA)
→ Beratung zu klimaangepasstem Gärtnern
Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover e.V. / Landfrauen vor Ort
→ Gartenpraxis, Erfahrung, Angebote auch speziell für Seniorinnen und Senioren
Garten-Werkerei: Kreativ-Events
→ Die Garten-Werkerei ist ein Raum für Kreativität! Haben Sie schon einmal ausprobiert, wie viel Freude und Spaß es macht gemeinsam mit anderen kreativ zu werden? Sie haben ein Projekt, das einfach nicht fertig wird? Hier entdecken Sie die vielen Möglichkeiten.
Zertifizierungsmöglichkeiten für naturnahe Gärten
Wer seinen Garten besonders naturnah gestaltet, kann dies sogar sichtbar machen. Eine Auszeichnung zeigt: Hier wird aktiv etwas für Artenvielfalt, Klima und Bodengesundheit getan – und sie inspiriert oft Nachbarn gleich mit.
- Plaketten und Auszeichnungen für insektenfreundliche Gärten
- Teilnahme an Aktionen wie „Natur im Garten“ in Niedersachsen: Voraussetzungen sind u. a.: Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger, Verzicht auf Torf, Förderung der Biodiversität
Informationen für Niedersachsen- Beratung über KVHS, KSA oder lokale Initiativen
- Igelfreundlicher Garten (auch im Landkreis Peine)
Die Initiative Igelhilfe Hildesheim e.V. zertifiziert igelfreundliche Gärten auch im Landkreis Peine (z. B. in Wellhausen).
Kriterien sind u. a.: Verzicht auf nächtlichen Mähroboter-Einsatz, Unterschlupfmöglichkeiten wie Laub- und Totholzhaufen, Durchgänge in Zäunen, Verzicht auf Gifte und Fallen,
Natürliche Strukturen und Rückzugsorte
Informationen & Ablauf zur Zertifizierung
Naturgartenprämierung – sehr hoher ökologischer Anspruch
Wer seinen Garten besonders konsequent ökologisch und standortgerecht gestaltet, kann an der Naturgartenprämierung teilnehmen.
Hier geht es um:
konsequent heimische Pflanzenverwendung
hohe Strukturvielfalt
natürliche Kreisläufe
ökologische Gesamtgestaltung
Details zur Prämierung
Kleine Schritte mit großer Wirkung
Sie müssen nicht alles auf einmal umstellen:
- Erste heimische Stauden pflanzen
- Eine wilde Ecke zulassen
- Mulch statt Rindenhack verwenden
- Heimischen Baum setzen
- Beratung vor Ort nutzen
